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Der Turm, das Wahrzeichen von St. Anton

Willkommen in der Pfarrei St. Anton in Basel

Braucht Gott eigentlich auch Urlaub?

Zugegeben, eine nicht ganz ernst zu nehmende Frage! Aber bitte, nehmen Sie die Frage ruhig einmal ernst in einer Zeit, in der es fast selbstverständlich ist, dass man Urlaub braucht – Urlaub beantragt – Urlaub nimmt – Urlaub macht. Es ist bekannt, dass Gott für sich auch seine eigene Ruhe in Anspruch nimmt. „Und Gott ruhte am siebten Tag von all seinen Werken, die er geschaffen hatte“(Gen 2,2).

Es ist die älteste „Auszeit“, die wir kennen. Dass Gott sie braucht, davon lesen wir nichts in der Bibel. War seine Arbeit so anstrengend? Er hatte ja einfach nur befohlen, dass Licht und Finsternis, Erde, Himmelsgewölbe, Wasser, verschiedene Arten von Gewächsen und Lebewesen da sein sollten. Und auch Mann und Frau als Krone der Schöpfung. Eine „Auszeit“ musste er sich einfach gönnen. Doch die Arbeit, die er mit dem Werk seiner Hände, namens Mensch, vollbracht hatte, hält ihn schon bald auf Trab. Sorgen und Unruhen begannen, mit der paradiesischen Ruhe und dem himmlischen Frieden war es endgültig vorbei. Jeden Tag hatte er seitdem alle Hände voll zu tun, um wieder herzustellen, um zu heilen, zu trösten, in Ordnung zu bringen, was sein liebstes Geschöpf, der Mensch, da so anstellte.

Stellen Sie sich einmal vor, er nimmt ihn sich einfach, ganz souverän. Er füllt einen Urlaubsbogen aus, wie er das bei seinen Kindern gesehen hat, reicht ihn bei sich selbst ein (wer sollte denn sonst zuständig sein?), und genehmigt sich selbst die beantragten Wochen. Er packt seine sieben Sachen, schaltet den automatischen Anrufbeantworter ein mit der Botschaft: Gott ist vom 1. Juli bis 30. August mit unbekanntem Ziel verreist, die Zentrale ist geschlossen. Wollen Sie eine Nachricht hinterlassen, dann sprechen Sie bitte jetzt: „piep“. Kann Gott so handeln, wenn er an seine Kinder denkt, die er jetzt so im völligen Chaos zurücklässt: im Streit miteinander, im Krieg und im Hunger, ohne jeden Schutz, ohne Hilfe, ohne Zuspruch? Ehrlich gesagt, ich kann mir das nicht vorstellen. Ich glaube, er setzt seinen Koffer noch einmal ab, holt den zerknitterten Urlaubszettel aus seiner Jackentasche und schreibt mit großen Buchstaben darauf: „Urlaub gestrichen“. Wenn er seine sieben Sachen wieder ausgepackt hat, wird er auch seinen Anrufbeantworter wieder ausschalten. „Ich meine, ich bleibe weiter für die Menschen da und wohne bei ihnen. Ich bleibe für sie jederzeit zu sprechen.“

Eine schöne und erholsame Ferien- und Urlaubszeit!

Gaetano De Pascale

 


 

Zoombild

Abt Peter von Sury in St. Anton

 

Förderung von Priesterberufungen

Die Kirche bei uns hat zu wenig Priester- und Ordensberufungen. Das ist nicht deshalb ein Problem, weil wir die Sakramente nicht feiern könnten (In der Messe muss niemand stehen und auch bei der Beichte gibt es keine grossen Wartezeiten). Der Berufungsmangel ist deswegen ein Problem, weil die zölibatären Berufungen Zeichen dafür sind, dass es Menschen gibt, die ihr ganzes Leben Gott hingeben wollen. Solche Berufungen sind so Zeichen für die Lebendigkeit des Glaubens. Daher fördern wir Priesterberufungen durch die Unterstützung von Priestern in der Weiterbildung.

Wir verhelfen so andern Diözesen zu einem gut ausgebildeten Klerus und bereichern auch unser Pfarreileben dadurch, dass wir junge Priester bei uns zu Gast haben. Dabei wird einerseits die zentrale Bedeutung der Sakramente für das Leben der Kirche sichtbar, und andererseits dass der Priesterberuf nicht nur etwas für alte Männer ist. Ebenso wird sichtbar, dass die Priester eingebunden sind ins Presbyterium.

Wir unterstützen auch Priesteramtskandidaten in Ausbildung, aktuell v.a. Rinjo aus dem Bistum Verapoly. Es ist für Diözesen aus Asien und Afrika wertvoll, wenn einzelne ihrer Seminaristen hier in Europa studieren können. Wenn die Ausbildung in einem universitären Umfeld stattfinden kann, entsteht ein anderer Austausch mit der Gesellschaft. Zudem ist das Christentum stark vom europäischen Denken geprägt, und wer hier studiert hat, kann später leichter ein Doktorat machen.

Andererseits nützt ein solches Studium natürlich nur dann etwas, wenn die Priester dann auch wieder in ihre Heimatdiözesen zurückkehren. So haben die Seminaristen aus dem Bistum Verapoly in Indien bereits Philosophie studiert, kommen dann für 5 bis 6 Jahre Theologie nach München und kehren zur Weihe und zum pastoralen Einsatz nach Indien zurück. Der Erzbischof entscheidet, wen er nach Europa zum Studium schickt und auch wem er allenfalls nach ein paar Jahren noch einmal die Möglichkeit zu einem weiterführenden Studium gibt.

Damit ein solches Modell funktionieren kann, braucht es einerseits Stipendien (ein Studienjahr in München kostet ca. € 10 000.–) und andererseits ist für eine gute Auswahl und Begleitung der Seminaristen auch eine gute Beziehung mit dem Heimatbischof hilfreich. So freut es mich besonders, dass uns der neue Erzbischof von Verapoly (Kerala, Indien), Josef Kalathiparambil, besuchen wird.

Stefan Kemmler, Pfarradministrator

 

Zoombild

Papst Franziskus

ermutigende Aussagen

Woher stammen die folgenden Sätze über die Musik im Gottesdienst? „Es geht einerseits darum, das reiche und vielgestaltige aus der Vergangenheit überlieferte Erbe zu wahren und wertzuschätzen, indem man es mit Ausgewogenheit in der Gegenwart gebraucht und dabei die Gefahr einer nostalgischen oder »archäologischen« Sichtweise vermeidet. Andererseits muss dafür gesorgt werden, die Kirchenmusik und den liturgischen Gesang in vollem Umfang in die künstlerischen und musikalischen Sprachen der Gegenwart zu »inkulturieren«.“ Es war Papst Franziskus, der sich am 4. März 2017 auf diese Weise zu grundsätzlichen Fragen der Kirchenmusik geäussert hat! Dies geschah im Rahmen einer internationalen Tagung in Rom. Der Anlass dieser Tagung war der 50. Geburtstag der Instruktion »Musicam sacram«, deren Geschichte der Papst so beschreibt: „Das erste vom Zweiten Vatikanischen Konzil herausgegebene Dokument war die Konstitution über die heilige Liturgie »Sacrosanctum Concilium«. Die Konzilsväter nahmen die Schwierigkeiten der Gläubigen bei der Teilnahme an einer Liturgie, deren Sprache, Worte und Zeichen sie nicht in ganzer Fülle verstanden, sehr gut wahr. Um die von der Konstitution entworfenen Grundlinien umzusetzen wurden Instruktionen herausgegeben, darunter auch jene über die Kirchenmusik. (…) Das Vorwort der erwähnten Instruktion ist immer noch von großer Aktualität: »Ihre vornehmere Form nimmt eine liturgische Handlung an, wenn man sie singend vollzieht, die liturgischen Diener jeder Stufe ihr Dienstamt ausüben und das Volk sich an ihr beteiligt. (…) Mehrmals hebt das Dokument (…) die Bedeutung der Teilnahme der ganzen Versammlung der Gläubigen hervor, die als »tätig, bewusst, voll« bezeichnet wird.“ Papst Franziskus sieht auch Gefahren und Handlungsbedarf: „Manchmal hat sich eine gewisse Mittelmäßigkeit, Oberflächlichkeit und Banalität durchgesetzt, zum Nachteil der Schönheit und Tiefe der liturgischen Feiern. Daher können die verschiedenen Protagonisten in diesem Bereich (…) einen vor allem qualitativ wertvollen Beitrag zur Erneuerung der Kirchenmusik und des liturgischen Gesangs leisten. (…) Um diesen Weg zu unterstützen muss eine angemessene musikalische Bildung gefördert werden (…) im Dialog mit den musikalischen Strömungen unserer Zeit, mit den Einrichtungen der verschiedenen kulturellen Bereiche und in ökumenischer Haltung.

(Auswahl: Matthias Wamser)

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Neu anfangen!

Immer wieder stehen wir im Leben vor einem Neuanfang. Der Übergang von der Ausbildung in den Beruf, Heirat, Geburt, Tod eines nahestehenden Menschen; dies sind nur einige markante Ereignisse, die oft mit einem Neubeginn verbunden sind. Es gibt aber auch die feinen, stillen und kaum sichtbaren Ereignisse, auch jene des geistlichen Lebens, die uns zum Neubeginn aufrufen. Auch das Pfingstfest mit der Ausgiessung des Heiligen Geistes markiert einen neuen Anfang.

Neu anfangen – so lautet das Motto des Glaubenskurses, den wir in unserer Pfarrei im Oktober dieses Jahres starten werden. Der Inhalt vermittelt in erster Linie nicht ein theologisches Wissen. Vielmehr will er den christlichen Glauben erfahrbar machen.

Sieben Impulstreffen werden Anregungen vermitteln, wie sich ein befreiender Glaube konkret auf unser Leben auswirken kann. Dabei sind unsere Gottesbilder, Glaubenskrisen und Wege zur Versöhnung ebenso berücksichtigt wie die Jesusbegegnung und der Geist Gottes beim Neuanfang.

Mit Pfr. Leo Tanner haben wir einen sehr erfahrenen und kompetenten Kursleiter und Experten der Thematik. Er ist sehr stark in der Glaubensweitergabe tätig und leitet gleichzeitig seine Pfarrei in Jonschwil SG). Er versteht es, den christlichen Glauben in einer einfachen Sprache verständlich und lebensnah zu vermitteln.

Wir verraten noch nicht alles über diesen spannenden und sehr interessanten Kurs. Denn alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am kommenden Dienstag, 20. Juni, um 19:30 Uhr im Pfarreiheim St.Anton am Informationsabend teilzunehmen.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Beat Reichlin


 

MIITTEILUNGEN

Neu anfangen - Glaubenskurs

Besuchen Sie unverbindlich die beiden Schnuppertreffen am 31.10. und 7.11. 2017. Info: Beat Reichlin E-Mail: reichlin.beat@rkk-bs.ch oder Pfarramt/Sekretariat E-Mail: st.anton@rkk-bs.ch Tel.: 061 386 90 60

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Mitteilungen über Anlässe und Ereignisse, KIRCHEheute 30-32

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Mitteilungen über Anlässe und Ereignisse, KIRCHEheute 27-29

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Mitteilungen über Anlässe und Ereignisse aus KIRCHEheute 26

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Mitteilungen über Anlässe und Ereignisse aus KIRCHEheute 25

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Bitte orientieren Sie sich auch  im Pfarrblatt oder auf der Homepage KIRCHE heute

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