Herz-Jesu Hochfest und Gedenktag des unbefleckten Herzen Marias

Die Herz-Jesu-Verehrung

Die Verehrung des Herzens Jesu geht auf Schwester Margareta Maria Alacoque zurück. Sie lebte in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts im Kloster der Heimsuchung in Paray-le-Monial. Sie hatte mystische Erfahrungen und begann daraufhin, sich für die Verehrung des Herzens Jesu und für die Einführung des Herz-Jesu Festes einzusetzen. Wir schauen auf das Herzen Jesu und lassen uns ganz von seiner Liebe erfüllen. Die klassischen Elemente der Herz-Jesu Verehrung sind:

- Der Herz-Jesu-Freitag: Jeweils am ersten Freitag im Monat mit Beichte, Kommunion und Gebet. Hier gibt es die Tradition, den Herz-Jesu-Freitag an 9 aufeinanderfolgenden Monaten zu feiern.

- Die Heilige Stunde: Eine Stunde der Anbetung in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag, um das Leiden Jesu zu betrachten.

- Das Herz-Jesu-Hochfest am Freitag in der Woche nach Fronleichnam.

Die Herz-Marien Samstage

Die Verehrung des Herzens Marias trat auch im 17. Jahrhundert, gefördert von Johannes Eudes, als Element der Volksfrömmigkeit auf. Grosse Bedeutung erhielt sie dann durch Fatima, wo die Mutter Gottes bittet, am ersten Samstag im Monat zu beichten, die Kommunion zu empfangen eine Zeit vor dem Allerheiligsten zu verbringen und den Rosenkranz zu beten. Hier gibt es die Tradition der «5 Samstage», d.h. der Feier des Mariensamstages an 5 aufeinanderfolgenden ersten Samstagen des Monats. Die Muttergottes von Fatima lädt dann auch ein, die Welt und sich ihrem unbefleckten Herzen zu weihen, sich also von der Mutter Gottes zum Herrn führen zu lassen.

Hochfest vom Herzen Jesu und der Gedenktag des unbefleckten Herzen Marias

In diesem Jahr fällt das Hochfest des Herzen Jesus auf den 28. Juni. Der Gedenktag des unbefleckten Herzen Marias fällt auf den 29. Juni und wird daher liturgisch durch das Hochfest von Peter und Paul verdrängt. Dennoch können wir natürlich gleichwohl die Übungen des Marien-Samstages machen, denn sie zielen ja in die gleiche Richtung wie das Hochfest der Apostelfürsten: Den Blick unseres Lebens auf die Liebe Gottes ausrichten und dem Herrn entgegengehen, der uns zum Leben führt.

Marienweihe

Da wir vor einem Jahr am Gedenktag des unbefleckten Herzen Marias den Pastoralraum der Mutter Gottes anvertraut haben, können wir in diesem Jahr auch unser Leben der Führung der Mutter Gottes anvertrauen.

Pfr. Stefan Kemmler


 

Einladung zur Corpus-Christi-Prozession

Am kommenden Sonntag begehen wir in Basel das Fronleichnamsfest, bei welchem die bleibende Gegenwart Jesu in der Eucharistie gefeiert wird. Der eigentliche Festtag ist für den Donnerstag angesetzt. In Gegenden, in welchen der Donnerstag jedoch kein gesetzlicher Feiertag ist – wie bei uns –, wird das Fest in der Regel auf den darauffolgenden Sonntag verlegt.

Betrachtet die Form des Umzugs, den Schmuck und Weiteres, so scheint das Fest bisweilen einer anderen Zeit zu entstammen. Dem ist natürlich auch so. Mich beeindruckt allerdings, wie es zum Fest und zur Prozession kam. In einigen Pinselstrichen möchte ich diese Geschichte gerne mit Ihnen teilen: Anfang des 13. Jahrhunderts (also im sogenannten Mittelalter) beginnt das belgische Waisenmädchen Juliana (*1192) eine innige Freundschaft mit Jesus zu pflegen. In Jesu Gegenwart in der Eucharistiefeier und beim Verweilen in der Kirche empfängt sie Trost. Als Jugendliche wächst in ihr die Sehnsucht, dieses Geschenk zu teilen. In Visionen bestätigt Christus sie und zeigt ihr die ersten Schritte des weiteren Wegs auf. Die junge Frau setzt sich in ihrem Umfeld und beim Bischof dafür ein. Es vergingen einige Jahre bis das Fronleichnamsfest in ihrem Bistum eingeführt wurde. Und nach ihrem Tod (1258) förderte der Papst (Urban IV.) die weltweite Verbreitung dieses Festes. Spannend wie es begann: die Sehnsucht einer Person fand im Glauben vieler ihren Wiederschein. Und Jesus, der sich in der Eucharistie ganz klein und unscheinbar machte, um bei uns zu blieben, steht an diesem Tag gross im Mittelpunkt.

So wollen wir von der deutschsprachigen Pfarrei im Anschluss an die 10-Uhr-Messe zusammen mit den Sprachmissionen und der Gemeinschaft der ausserordentlichen Form des römischen Ritus zur Prozession starten. Dieses Jahr führt uns der Weg von der Kirche auf die Kannenfeldstrasse zum Burgfelderplatz, über die Burgfelderstrasse und den Zufahrtsweg zurück zum Pfarrhof für den Schlusssegen. Die Prozessionsordnung wird im Gottesdienst verkündet.

Die Wortgottesfeier für Kinder (vom Eröffnungslied bis zur Gabenbereitung in der Taufkapelle) hat die Entstehung des Festes zum Thema. Die Minis erzählen die Geschichte nach dem Buch „Die kleine Juliana und das Brot des Lebens“ (Jacques Galloy).

Pascal Bamert

 

PS: Wie wär’s wenn wir im nächsten Jahr den eucharistischen Herrn um den ganzen Block führen? Kirche – Burgfelderstrasse–Strassburgerallee –Kannenfeldstrasse–Burgfelderstrasse–Pfarrhof. Vielleicht gar mit vier Stationen, um den Segen in alle vier Himmelsrichtungen der Pfarrei zu spenden? Geben Sie uns Ihr Feedback.


 

 

Orgel in St. Anton

Musik zu Pfingsten

 

„Veni, Sancte Spíritus / et emítte cáelitus...“ übersetzt: „Komm herab, o Heiliger Geist / der die finstre Nacht zerreisst...“ – so beginnt die Sequenz für das Pfingstfest, deren Text um das Jahr 1200 gedichtet wurde und aus 10 Strophen besteht. Der Begriff Sequenz bezeichnet hier einen Gesang unmittelbar vor dem Evangelium, der zunächst dadurch entstand, dass man den langen Abschluss des Halleluja-Rufs mit einem eigenen Text versah. „Veni, Sancte Spiritus“ wird im Gottesdienst am Pfingstsonntag vom Chor gesungen; am Pfingstmontag kehren Text und Melodie wieder in der zweiten „Orgelmusik im Kirchenjahr“ um 17 Uhr.
Ein weiterer Gesang, der ebenfalls eine lange Geschichte hat und den wir in verschiedenen Fassungen kennen, verbindet den Gottesdienst am Pfingstsonntag und das pfingstliche Konzert am Montagabend: „Veni Creator Spiritus / mentes tuorum visita...“ übersetzt: „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist, besuch‘ das Herz der Menschen dein...“ (Fassung von M. Luther) bzw. „Komm allgewaltig heil‘ger Hauch, der alle Kreatur belebt...“ (Fassung von M. Jenny, Nr. 481 unseres Gesangbuchs). Dieser Pfingsthymnus, dessen Melodie um das Jahr 1000 entstanden ist, begegnet uns in der Orgelmusik des 17. bis 21. Jahrhunderts häufig als Ausgangspunkt für kontrastreiche Variationen.
Seien Sie herzlich eingeladen, in der Antoniuskirche das Hochfest des Heiligen Geistes zu feiern, ebenso dazu, es im Konzert am Montagabend weiterklingen zu lassen. Für alle, die es genau wissen wollen: Im Gottesdienst am Sonntag wird auch die Messe in C-Dur KV 259 von Wolfgang A. Mozart erklingen; auf dem Programm des Konzerts stehen u.a. Werke von Joh. Seb. Bach, Joh. Heinrich Buttstett (1666-1727), Josef Ahrens (1904-1999), Charles Tournemire (1870-1939) und César Franck.

Matthias Wamser