skip to content


Der feierliche Umzug zur Antoniuskirche

Die Glocken der St. Antoniuskirche

Mehr als sechs Jahre lang nach dem Bau und der Benediktion vom 19. Februar 1927 stand die St. Antoniuskirche stumm an der Kannenfeldstrasse. Es war der 66 Meter hohe Turm, der von weit weg die Richtung nach oben aufzeigte und so zur Begegnung mit Gott einlud, bis er 1933 endlich Stimme bekam und das Glocken­geläute aus der obersten Turmkammer erklang.

 

Die fünf Glocken der St. Antoniuskirche wurden am 27. Juli 1933 in der Glocken­giesserei Rüetschi in Aarau gegossen. In einer Prozession der Pauluskirche entlang (ebenfalls von Karl Moser erbaut) wurde sie feierlich geschmückt auf Pferdewagen in den Pfarrhof geführt. Hier, auf dem Pfarrhof, nahm Dekan Alois Lötscher am 3. September 1933 die Glockenweihe vor. Die Weihe war der entscheidende Akt, der es erlaubt hat, das 10'455 Kilo schwere Geläute in den Turm hochzuziehen. Denn durch die Weihe sind die Glocken nicht nur als res sacra, sondern auch als res sancta zu betrachten.

 

Alle fünf Glocken sind mit lateinischen Inschriften versehen: sie tragen einen Namen, verkünden mit dem biblischen Text beim Einklingen eine Botschaft und am Schluss nennen sie den Stifter. Die grösste Glocke, von der Pfarrei gestiftet, wurde dem hl. Antonius von Padua, dem Kirchenpatron, geweiht.

 

Der Entwurf für das Fries am oberen Rand aller Glocken stammt von Madeleine Fix, Basel.