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Fassade an der Kannenfeldstrasse

Die Renovation der St. Antoniuskirche

1981-1991

 

Infolge dessen, dass der Beton zur Bauzeit der Kirche nur gestampft wurde, bildeten sich Steinnester und liessen das Regenwasser bis zur Armierung unter der Oberfläche vordringen. Das Armierungseisen rostete, vergrösserte sein Volumen und sprengte die daraufliegende Betonoberschicht ab. Solche Ab­platzungen gab es an der ganzen Fassade des Kirchenschiffes. Zusammen mit der angegriffenen Tragfähigkeit der Fensterriegel zeigte sich der Gesamtzustand der Kirche als für die Passanten gefährlich. Eine Totalsanierung der ersten Betonkirche der Schweiz wurde notwendig.

 

Renovation statt Restauration

 

Das Baumaterial Sichtbeton verlangte eine spezielle Behandlung bei der Durchführung von Sanierungsarbeiten. Zu diesem Zweck entschloss sich Thedy Doppler, der sanierungsführende Architekt, Spezialisten beizuziehen und liess das Ingenieurbüro Eglin Ristic AG eine Expertise mit Sanierungsvorschlägen erarbeiten. Eglin Ristic AG schlug zwei Sanierungsvarianten  vor: Renovation, bei der die gesamte Betonoberfläche um etwa 4 cm abgespitzt und mit einer neuen Betonschicht zugedeckt wird und die Restauration, bei der nicht die ganze Oberfläche abgespitzt wird, sondern die gesunden Teile noch beibehalten werden. Damit die ursprüngliche Schallungsstruktur der Betonoberfläche erhalten bleibt, sollte die Oberflächestruktur auf die neue Betonschicht mit Gummi-Matrizen übertragen werden. Nach der Beratung mit Experten im Rahmen eines internationalen Kolloquiums starteten im Sommer 1985 die Sanierungsarbeiten nach der Renovationsvariante. Die Arbeiten, in mehreren Etappen aufgegliedert, dauerten bis zum Sommer 1991und erforderten ein Budget von Fr. 9'200'000.

 

ENSTEHUNG der PFARREI ST. ANTON

Siehe Seite  Entstehungsgeschichte >>

 

 

 

Die Entstehung der Pfarrei St. Anton

Siehe Seite: Entstehungsgeschichte >>

 


Das grosse Buch zur Antoniuskirche

Von der Entstehung bis
zur Renovation.

Erschienen 1991 im Birkhäuser Verlag Basel • Boston • Berlin

ISBN 3-7643-2600-X

Zu beziehen im Sekretariat
S'het so lang's no het!