Maria, Josef und das Kind in der Krippe – Buon Natale

"... sie fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag" (Lk. 2:16).


Zwei Namen, ein Kind, ein Ort, 13 Worte für die wahrhaftigste, kleinste und schönste Krippe der Welt. Jede Krippe weckt Bewunderung: Sie öffnet das Herz für Emotionen, gibt Träumen freien Lauf, weckt die Sehnsucht nach Einfachheit, nährt den Wunsch nach Weihnachten… Gott ist fähig, Sein Zuhause bei uns zu gestalten. Dort, wo unsere Wünsche am lebendigsten sind, aber auch da wo wir an unsere Grenzen stossen, wo unser Leben unaufgeräumt und eintönig dahinfliesst.


In der Tat ist Gott so gut, dass er gerade dort am besten daherkommt, wo Er in bescheidenen und armen Verhältnissen aufgenommen wird. Und genau das ist Weihnachten. Dreizehn Worte, um die Szene zu beschreiben. Eine einfache Besetzung: Maria, Josef und das Kind. Eine improvisierte Struktur: die Krippe, ein Ochs und ein Esel. Ein unfehlbarer Stil, den nur Gott erfinden konnte. Unter diesen Begebenheiten geht der "Emmanuel" – Gott mit uns – in unsere Geschichte ein.


Die Weihnachtsgeschichte ist nicht eine Geschichte aus der Vergangenheit; sie findet vielmehr in der Gegenwart statt, weil sie für die Menschen, die Gott liebt, immer wieder neu ist. Gott liebt jede und jeden von uns. Darum können wir alle unsere Weihnachtskrippe aufstellen und Er wird kommen. Covid 19 diktiert neue Verhaltensregeln, aber es fordert uns nicht auf, uns gegenseitig aus dem Weg zu gehen. Wir sind mehr denn je dazu ermuntert, das zu tun, was für unsere Nächsten gut ist, das heisst uns einander in Liebe zu achten. Auch wenn der Kreis um den Weihnachtstisch kleiner werden soll, freuen wir uns nicht weniger, an Weihnachten unsere kleine Krippe aufzustellen. Sie soll darstellen, dass in den Wänden unserer Stube und in der Wärme unserer Herzen Gott als kleines Kind eine Bleibe finden kann. Wir schmücken unsere Räume und meinen damit unsere Herzen, denn in jeder Lebenssituation wollen wir zur Krippe Jesu werden. Das wünschen wir uns und allen zu Weihnachten, wenn wir «Buon Natale» sagen.


Ja, wir sagen «Buon Natale» und meinen damit ganz konkrete Ereignisse: Unserer Gemeinschaft wünschen wir, dass sie fähig wird, ...Maria und Josef und das Kind in der Krippe zu finden, indem sie sich immer wieder gemeinsam auf den Weg macht. Den Familien, auch jenen in der Krise, wünschen wir, dass sie privilegierte Orte sein können, wo die Gegenwart Gottes erfahrbar wird. Jedem und jeder Einzelnen wünschen wir die Kraft, selbst zum Verkündiger der guten Botschaft zu werden, wie die Engel in der Nacht, die Ehre Gott im Himmel und Frieden den Menschen auf Erden sangen. Und den Mitmenschen, die die Nacht des Leidens und der Schmerzen durchqueren, wünschen wir Hoffnung und Zuversicht... Wer weiß, vielleicht kommt jemand auf sie zu und sagt: Nur Mut... lasst uns den ganzen Weg nach Bethlehem zusammen gehen..."

Buon Natale!

P. Valerio

(Übersetz. Donatella Portale)


8 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Gemeinschaft leben