Gebetswoche für die Einheit der Christen

Liebe Pfarrei


In den letzten Jahren war es üblich, dass in der Gebetswoche der Einheit der Christen eine der Gemeinden in Grossbasel West Mitglieder der anderen zu verschiedenen Aktivitäten einlud, die eigens für diese Woche geschaffen wurden. So luden sich die evangelisch-reformierte Johanneskirche und Thomaskirche, die Evangelisch Methodistische Kirche am Allschwilerplatz und St. Anton gegenseitig ein. Die Gemeinde der Baptisten wirkte jeweils mit. Die Woche fand in dem ökumenischen Sonntagsgottesdienst am Austragungsort ihren Abschluss.


In meinen beiden Jahren, in denen ich hier war, fanden die Angebote unter der Woche kaum Anklang. So hatten wir bereits letzten Januar beschlossen, dass wir nicht wie gewohnt weiterfahren werden. Im Austausch mit Andreas Manig, Pfarrer der Thomaskirche, reifte die Idee einer gegenseitigen Gastfreundschaft übers Jahr hinweg zu bestimmten Anlässen. Dann kamen ein Personalwechsel bei der EMK, Änderungen in der Organisation der ev.-ref. Gemeinde und last but not least Corona dazwischen. Da auch derzeit nicht alles möglich ist, möchte ich die Überlegungen an dieser Stelle gerne mit Euch teilen und auch informieren, was wir dieses Jahr konkret durchzuführen gedenken.


Den ökumenischen Gottesdienst in der Woche der Einheit der Christen wollen wir beibehalten. Aufgrund der aktuellen Situation werden wir diesen dieses Jahr jedoch nicht durchführen. Am Sonntag, 24.01.2021, werden wir in der 10-Uhr-Messe jedoch die Lesungen und Gebete zur Einheit der Christen verwenden und in dieser Weise der Sehnsucht Jesu nach Einheit seiner Kirche teilzuhaben (Joh 17, 11: ut unum sint – Titel der gleichnamigen Enzyklika des hl. Johannes Paul II., 25.05.1995). Da die Gebetswoche der Einheit der Christen sich mit der Allianzgebetswoche überschneidet, werden wir den ökumenischen Gottesdienst künftig wohl auf den gemeinsamen Sonntag legen. So würden sich an diesem Tag die Christ/-innen der ganzen Stadt im Gebet in diesem Anliegen vereinen.


In der diesjährigen Karwoche werden wir den Fokus unseres Programms darauflegen, Jesus in seinen letzten Tagen und Stunden zu begleiten. Daraufhin wird auch die Vortragsreihe ausgerichtet sein. Für den Palmsonntag wird in ökumenischer Zusammenarbeit eine Prozession von der Antoniuskirche zur Thomaskirche angedacht. Wir beginnen mit Gebet und Musik in unserem Pfarrhof und brechen dann mit Palmen, einem Esel und einer Band auf einem Lieferwagen auf, um Gott in den Strassen zu loben (mögliche Route: Burgfelderstrasse, Strassburgerallee, Hagentaler-

strasse, Ensisheimerstrasse, Hegenheimerstrasse). Bei der Thomaskirche enden wir mit einem Gebet für die Stadt und die Region.


Ein weiterer Schritt der brüderlichen Gemeinschaft wäre eine ökumenische Gebetsnacht vor Pfingsten, in der jede Gemeinde in ihren je eigenen Formen stundenweise an einem gemeinsamen Ort im Gebet die Nacht durchwacht. Wir wollen Gott um eine neue Ausgiessung des Heiligen Geistes über diese Stadt bitten und um eine christliche Erneuerung.


Meine Ausführungen sind noch holzschnittartig. Gleichwohl hoffe ich, dass sie uns zum gemeinsamen Nachdenken, Erwägen im Herzen und vor Gott und zum Austausch bringen. Ich freue mich, mit unseren christlichen Geschwistern unterwegs zu sein. Und auch, dass der Fokus auf das Gemeinsame gerichtet ist: Auf die Dinge, die wir in unseren Quartieren und in unserer Stadt gemeinsam angehen können (und uns nicht darauf versteifen, was wir aufgrund der nicht vollen Einheit derzeit nicht angehen können).


Herzlich, Ihr Pascal Bamert

Bild: Papst Franziskus und der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. bei einem Treffen in der St. Georgs Kirche in Istanbul (Sonntag, 30. November 2014) Quelle: Shutterstock

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