Barmherzigkeitssonntag

Aktualisiert: Juni 3

Papst Johannes Paul II. hat im Jahr 2000 den Sonntag nach Ostern zum Fest der Göttlichen Barmherzigkeit erklärt. Er hat damit ein Anliegen, das Sr. Faustina in Visionen von Jesus selbst erhalten hat, der ganzen Kirche ans Herzen gelegt.


Dieses Fest steht in enger Verbindung mit dem Bild des Barmherzigen Jesus, aus dessen Herzen zwei Lichtstrahlen hervorgehen. Die Grösse und Bedeutung dieses Bildes liegen nicht in der Schönheit der Darstellung, sondern in der Gnade, die Jesus dem Verehrer schenkt. Aber warum wünscht Jesus die Verehrung dieses Bildes?


Die Strahlen kommen aus der Seite Jesu. Jesus zeigte dem ungläubigen Thomas seine Seite und ebnete ihm so den Weg zum Glauben. So erinnert uns dieses Bild an die grosse Barmherzigkeit Gottes. Er will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er umkehrt und lebt.


Die Strahlen sind Rot und weiss – Blut und Wasser. Aus der geöffneten Seite des Herrn entspringen die Sakramente der Kirche. In den Sakramenten wendet sich uns der barmherzige Herr in besonderer Weise zu.


Die Barmherzigkeit Gottes ist der Grund, warum wir ihm vorbehaltlos vertrauen dürfen. Mit all unserer Not, mit all unseren Sünden dürfen wir zu ihm kommen. So steht unter dem Bild: «Jesus, ich vertraue auf dich».


Um im Vertrauen in die Göttliche Barmherzigkeit zu wachsen, empfiehlt Jesus durch Sr. Faustina folgende Übungen: Die Feier des Barmherzigkeitssonntages am 1. Sonntag nach Ostern, vor allem in den neun Tagen vor dem Barmherzigkeitssonntag die Novene zur göttlichen Barmherzigkeit, täglich um 15 Uhr die Stunde der Barmherzigkeit (zur Todesstunde Jesu, schauen wir voll Vertrauen auf Jesus, der sich unser erbarmt und uns das Leben schenken will) und den Barmherzigkeitsrosenkranz (den Text dazu finden Sie auf der Rückseite der im Schriftenstand aufliegenden Barmherzigkeitsbildern). All diese Übungen wollen in uns das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes stärken, denn er hat uns versprochen, dass keiner verlorengeht, der auf seine Barmherzigkeit vertraut. Pfr. Stefan Kemmler



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