Eucharistiefeiern

Regelmässig zur gleichen Zeit am gleichen Ort

 

Der Jahreskreis im Zeichen unseres Herrn

Am ersten Adventssonntag hat das neue Kirchenjahr begonnen. Dieses beginnt damit, dass wir uns auf die Geburt unseres Herrn in der Zeit vorbereiten und diese dann an Weihnachten feiern. Nach einer kurzen «Pause» mit «Jahreskreis» bereiten wir uns dann in der Fastenzeit auf das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu und feiern dieses in der Osterzeit bis Pfingsten. Dann kommt wiederum «Zeit im Jahreskreis», wo wir die Geheimnisse des Glaubens betrachten, um uns auf das Kommen des Herrn am Ende der Zeit vorzubereiten. In der Liturgie gehen wir jedes Jahr diesen Weg und versuchen so, uns für das Kommen des Herrn in unser Leben bereit zu halten.

Mittwoch, Donnerstag und Freitag regelmässige Eucharistiefeiern 7:30 Die Teilnahme an der Eucharistiefeier ist zwar nur an Sonn- und Feiertagen vorgeschrieben, aber es ist eine gute katholische Tradition, auch unter der Woche an der Eucharistiefeier teilzunehmen. Je mehr die Eucharistie regelmässig, d.h. zur gleichen Zeit am gleichen Ort stattfindet, desto leichter ist die Teilnahme. Ich muss dann nicht jedes Mal überlegen, wann der Gottesdienst wo ist. Zugleich ist es so, dass nicht alle Leute die gleichen Zeiten bevorzugen und auch nicht alle Kirchen den ganzen Tag über Gottesdienste anbieten können. Deswegen versuchen wir, die Gottesdienstzeiten im Pastoralraum langsam etwas anzupassen.

Bis jetzt gibt es ja schon grosse Regelmässigkeiten in St. Clara (täglich jeweils 9:30 und 19 Uhr) und S. Pio X (täglich 18:30). Um Vielfalt im Pastoralraum und Regelmässigkeit in der Pfarrei zu verstärken werden wir ab Januar 2020 jeweils Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Messe um 07:30 Uhr feiern. Am Mittwoch wird es keine 9-Uhr Messe mehr geben. Wenn es mittelfristig gelingen sollte, auch das Mittagsangebot in St. Marien (bisher am Donnerstag um 12 Uhr) auszubauen, werden wir eine recht gute Verteilung haben. Mittwoch, Donnerstag und Freitag das Stundengebet der Kirche Damit die Eucharistiefeier Höhepunkt sein kann, braucht es auch noch andere Gebetszeiten.

So kennt die Kirche neben dem persönlichen Morgen- und Abendgebet auch die Tagzeiten-Liturgie, das Stundengebet. Die Karmeliter feiern die Vesper, das Abendgebet, jeweils um 18:30 in der Clara-Kirche und bei uns wird schon seit einiger Zeit die Laudes, das Morgengebet am Donnerstag und Freitag vor der Messe in der Kirche gefeiert. Ab Januar möchten wir dies jeweils Mittwoch, Donnerstag und Freitag um 7 Uhr tun. Am Mittwoch wird dieses Gebet dann des öftern auch live auf Radio Maria übertragen. Diese Anpassungen kommen erst im Januar, damit sie aber etwas Zeit haben, ihr Wochenprogramm entsprechend anzupassen haben wir hier schon einmal darauf hingewiesen.

Inzwischen wünsche ich Ihnen, dass sie sich durch ein intensives Feiern der Adventsliturgien auf das Kommen unseres Herrn vorbereiten können.

Pfr. Stefan Kemmler


 

 

Adventstage in St. Anton vom 29. November – 1. Dezember 2019

 

ALLE JAHRE WIEDER ...

…freuen wir uns aufs Neue, Sie alle bei einem der vielen Angebote während der Adventstage im und um das Pfarreiheim anzutreffen.

Vielleicht geniessen Sie das Stöbern im kunterbunten Angebot des Flohmarktes? Oder Sie wählen einen handgemachten Adventskranz in Ihren Lieblingsfarben aus? Wer zuvor noch eine besinnlichere Einstimmung auf die Adventszeit möchte, kommt am Freitagabend in die Cafeteria und lässt sich mit Tee und heissen Marroni verwöhnen.

Und wem in diesem friedlichen Moment in den Sinn kommt, dass er sich noch gar keine Gedanken über Weihnachtsgeschenke gemacht hat, der kann beruhigt weitergeniessen: Im Untergeschoss des Pfarreiheims können Gross und Klein Kerzen in jeder Grösse und Dicke ziehen und wunderschön verzieren lassen! Ein Unikat zum Verschenken! Oder für die Nachbarin einen Türschmuck selber machen? In der Bastelwerkstatt finden Sie alle erdenklichen Materialien, um einen ganz individuellen Tür- oder Wandschmuck selber zu gestalten. Doch sicher können Sie das!

Unter fachkundiger Anleitung binden Sie zum Beispiel einen Kranz und wählen die passende Dekoration aus: Kerzen, Bändeli, Krälleli, getrocknete Früchte, Kugeln, Sterne und Sternchen – was das Herz begehrt (und der Nachbarin gefällt). Auf dem Tisch mal ein etwas anderes Adventsgesteck? Selbstkreierter Baumschmuck oder selber gegossene Seifen? Fein beduftetes Badesalz?

Kinder und Erwachsene, kommt einfach vorbei und lasst Euch von den vorbereiteten Mustern inspirieren. Gleich neben der Cafeteria im Kongzimmer ruft die nächste Verlockung. Gross und Klein können dort feine Gutzi backen und ganz kreativ verzieren - zum Verschenken oder zum Selberessen! Wir freuen uns jetzt schon auf den feinen Duft im ganzen Haus!

Wer sich zudem kulinarisch verwöhnen lassen möchte, geniesst am Sonntagmittag im Pfarreisaal «Spaghetti à discretion» und feine Kuchen und belegte Brötchen in der Cafeteria.

Dies alles natürlich unter der Voraussetzung, dass Santiglaus und Schmutzli, die uns nach der 10 Uhr Messe am Sonntag besuchen kommen, keinen von uns in den Sack stecken und mitnehmen….

Nach Värsli und Singen gibt’s ab 11 Uhr Grätimänner im grossen Saal. S’het, solang s’het!

Und wie jedes Jahr kommt der Erlös dieser Aktivitäten dem aktuellen Adventsprojekt zugute. Dieses Jahr wurde die Gesundheitsstation in Equador – ein Missionswerk der Schweizer Franziskaner - ausgewählt. Pater Marek und seine Mitbrüder unterstützen die Ärmsten der Armen, welche entweder von Venezuela nach Equador geflüchtet sind oder beim verheerenden Erdbeben von 2016 alles verloren haben. Unterernährt und von Krankheiten geschwächt, leiden vor allem Kinder und ältere Personen an der mangelnden Unterstützung seitens des Staates. Mit der mobilen Klinik der Franziskaner werden diese Flüchtlinge und über 1000 Erdbebenopfer, die in bitterer Armut leben, gesundheitlich versorgt. Mit der Teilnahme an den Adventstagen machen Sie also nicht nur sich und den Beschenkten eine Freude, sondern unterstützen konkret dieses wertvolle Projekt.

Wir freuen uns jetzt schon, Sie am 1. Adventswochenende in St. Anton willkommen heissen zu dürfen.

Isabelle Granert


 

Es ist das «Wenige», das «Kleine», das oft Früchte trägt.

Das Positive im Visier

Die Freude des Evangeliums ist die Frucht eines Glaubens, das im "Mittelpunkt des Lebens“ steht. Das Evangelium ist die Verkündigung Jesu Christi und die Zugehörigkeit zu ihm kommt in der christlichen Gemeinschaft – der Kirche, in der wir leben – zum Ausdruck.

In der Tat besuchen nicht viele Menschen die Pfarreien und von Aussen mag der Glaube als Lebensmittelpunkt nur schwach wahrnehmbar sein. Wer undifferenziert auf die Kirche hinschaut, sieht das besorgniserregende Bild von Gemeinschaften, die nur mit Mühe bestehen. Wer jedoch weitsichtiger ist und die Pfarrgemeinschaften mit den Augen des Glaubens und im Licht des Evangeliums betrachtet, sieht darin eine tiefgründigere Realität, die an die "Hefe“ im Mehltrog oder an den kleinen „Senfkorn“ in der Bibel erinnert.

Es ist das „Wenige", das "Kleine", das oft Früchte trägt. In den Pfarreien gibt es so viel gute "Hefe" sowie unzählige kleine "Samen" des Glaubens. So wie es in jeder Gemeinschaft auch guten Teig gibt, wo die Hefe des Dienstes und des Zeugnisses wirkt und wächst. Die Pfarreien bleiben, trotz Widersprüchen und Schwierigkeiten, fruchtbarer Boden, auf dem der Samen der Hilfsbereitschaft sich entwickeln kann.

An konkreten Beispielen mangelt es nicht. So erfahren wir immer wieder, wie Gott im Leben von Einzelnen und Familien gegenwärtig ist, wie Seine stille Präsenz in schwierigen Zeiten Gefühle der Verantwortung, Geduld und Hoffnung weckt.

Besonders die Freiwilligenarbeit ist die Frucht des Glaubens und schenkt den Gemeinschaften Lebenskraft: Wir denken an unsere Vertretern in zahlreichen Gremien, an die Helfer die den Kranken und Älteren nahe stehen, die Katecheten, Chorsänger, Leser, Gruppenleiter… ohne alle anderen zu vergessen, die sich im Dienst am Altar engagieren, Feste und Anlässe organisieren, für gute Zwecke spenden, sich mit Hand und Herz für anderen einsetzen, helfen oder einfach für die Gemeinschaft beten - und das ist nicht wenig! So sehen wir eine Schar lebendiger Menschen, die den Glauben in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen. Hilfsbereite Menschen, die sich nicht scheuen anzupacken. Menschen, die keinen Lärm machen, sondern handeln und das Gute verbreiten.

Ich bin überzeugt, dass die Aufmerksamkeit für das Positive in jedem Lebensbereich ein gutes Rezept ist, um vertrauensvoll auf das Negative, das Problematische, das Anspruchsvolle, das Falsche in der Gemeinschaft zu reagieren. Sich auf das zu konzentrieren, was wir sind und was wir haben, sei es auch so klein, schenkt uns den Mut, unserem Wunsch Gutes zu tun.

Und der Mut, sich für das Gute einzusetzen, ruft wiederum "Geduld" hervor. Die gleiche Geduld, die wir als Liebe Gottes kennen und erfahren dürfen. Gott beugt sich über alles, was in den Gemeinschaften gedeiht und über das, was besser werden soll. Denn Gott beugt sich über uns und lässt uns nicht im Stich. Gerade daran erinnert uns das Leben in unseren Pfarreien und ermuntert uns, zuversichtlich unseren Glauben zu leben und mitten im Leben mit Freude zu verkünden

P. Valerio