Einladung zur Corpus-Christi-Prozession

Am kommenden Sonntag begehen wir in Basel das Fronleichnamsfest, bei welchem die bleibende Gegenwart Jesu in der Eucharistie gefeiert wird. Der eigentliche Festtag ist für den Donnerstag angesetzt. In Gegenden, in welchen der Donnerstag jedoch kein gesetzlicher Feiertag ist – wie bei uns –, wird das Fest in der Regel auf den darauffolgenden Sonntag verlegt.

Betrachtet die Form des Umzugs, den Schmuck und Weiteres, so scheint das Fest bisweilen einer anderen Zeit zu entstammen. Dem ist natürlich auch so. Mich beeindruckt allerdings, wie es zum Fest und zur Prozession kam. In einigen Pinselstrichen möchte ich diese Geschichte gerne mit Ihnen teilen: Anfang des 13. Jahrhunderts (also im sogenannten Mittelalter) beginnt das belgische Waisenmädchen Juliana (*1192) eine innige Freundschaft mit Jesus zu pflegen. In Jesu Gegenwart in der Eucharistiefeier und beim Verweilen in der Kirche empfängt sie Trost. Als Jugendliche wächst in ihr die Sehnsucht, dieses Geschenk zu teilen. In Visionen bestätigt Christus sie und zeigt ihr die ersten Schritte des weiteren Wegs auf. Die junge Frau setzt sich in ihrem Umfeld und beim Bischof dafür ein. Es vergingen einige Jahre bis das Fronleichnamsfest in ihrem Bistum eingeführt wurde. Und nach ihrem Tod (1258) förderte der Papst (Urban IV.) die weltweite Verbreitung dieses Festes. Spannend wie es begann: die Sehnsucht einer Person fand im Glauben vieler ihren Wiederschein. Und Jesus, der sich in der Eucharistie ganz klein und unscheinbar machte, um bei uns zu blieben, steht an diesem Tag gross im Mittelpunkt.

So wollen wir von der deutschsprachigen Pfarrei im Anschluss an die 10-Uhr-Messe zusammen mit den Sprachmissionen und der Gemeinschaft der ausserordentlichen Form des römischen Ritus zur Prozession starten. Dieses Jahr führt uns der Weg von der Kirche auf die Kannenfeldstrasse zum Burgfelderplatz, über die Burgfelderstrasse und den Zufahrtsweg zurück zum Pfarrhof für den Schlusssegen. Die Prozessionsordnung wird im Gottesdienst verkündet.

Die Wortgottesfeier für Kinder (vom Eröffnungslied bis zur Gabenbereitung in der Taufkapelle) hat die Entstehung des Festes zum Thema. Die Minis erzählen die Geschichte nach dem Buch „Die kleine Juliana und das Brot des Lebens“ (Jacques Galloy).

Pascal Bamert

 

PS: Wie wär’s wenn wir im nächsten Jahr den eucharistischen Herrn um den ganzen Block führen? Kirche – Burgfelderstrasse–Strassburgerallee –Kannenfeldstrasse–Burgfelderstrasse–Pfarrhof. Vielleicht gar mit vier Stationen, um den Segen in alle vier Himmelsrichtungen der Pfarrei zu spenden? Geben Sie uns Ihr Feedback.


 

 

Orgel in St. Anton

Musik zu Pfingsten

 

„Veni, Sancte Spíritus / et emítte cáelitus...“ übersetzt: „Komm herab, o Heiliger Geist / der die finstre Nacht zerreisst...“ – so beginnt die Sequenz für das Pfingstfest, deren Text um das Jahr 1200 gedichtet wurde und aus 10 Strophen besteht. Der Begriff Sequenz bezeichnet hier einen Gesang unmittelbar vor dem Evangelium, der zunächst dadurch entstand, dass man den langen Abschluss des Halleluja-Rufs mit einem eigenen Text versah. „Veni, Sancte Spiritus“ wird im Gottesdienst am Pfingstsonntag vom Chor gesungen; am Pfingstmontag kehren Text und Melodie wieder in der zweiten „Orgelmusik im Kirchenjahr“ um 17 Uhr.
Ein weiterer Gesang, der ebenfalls eine lange Geschichte hat und den wir in verschiedenen Fassungen kennen, verbindet den Gottesdienst am Pfingstsonntag und das pfingstliche Konzert am Montagabend: „Veni Creator Spiritus / mentes tuorum visita...“ übersetzt: „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist, besuch‘ das Herz der Menschen dein...“ (Fassung von M. Luther) bzw. „Komm allgewaltig heil‘ger Hauch, der alle Kreatur belebt...“ (Fassung von M. Jenny, Nr. 481 unseres Gesangbuchs). Dieser Pfingsthymnus, dessen Melodie um das Jahr 1000 entstanden ist, begegnet uns in der Orgelmusik des 17. bis 21. Jahrhunderts häufig als Ausgangspunkt für kontrastreiche Variationen.
Seien Sie herzlich eingeladen, in der Antoniuskirche das Hochfest des Heiligen Geistes zu feiern, ebenso dazu, es im Konzert am Montagabend weiterklingen zu lassen. Für alle, die es genau wissen wollen: Im Gottesdienst am Sonntag wird auch die Messe in C-Dur KV 259 von Wolfgang A. Mozart erklingen; auf dem Programm des Konzerts stehen u.a. Werke von Joh. Seb. Bach, Joh. Heinrich Buttstett (1666-1727), Josef Ahrens (1904-1999), Charles Tournemire (1870-1939) und César Franck.

Matthias Wamser

 

Internationaler Weltjugendtag Panama 2019

Deutschschweizer Weltjugendtag in Luzern

 

Vom 5.-7. Juli findet in Luzern das katholische Sommerfestival statt: Workshops, Konzerte, Lobpreis, Begegnungen…. Einer der Inputs wird Magnus MacFarlane-Barrow geben – Gründer & Leiter von Mary’s Meals (eine Organisation, die Schulkinder in zwanzig Länder mindestens eine volle Mahlzeit ermöglicht). Unter den diesjährigen Gästen befindet sich auch Marcus Scheiermann – früherer Pfarrer von St. Clara.
Die Weltjugendtage wurden von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen (www.weltjugendtag.ch). Junge Katholikinnen, Katholiken und Interessierte (16-35 Jahre) erleben, diskutieren und feiern ihren Glauben an Jesus. Dieses Fest findet jährlich im jeweiligen Land und alle paar Jahre an einem Ort in der weiten Welt statt. Im Frühjahr war das internationale Treffen in Panama. Nun laden die deutschsprachigen Bistümer der Schweiz nach Luzern.
Das Festival rund um die Luzerner Hofkirche bietet während dreier Tage ein abwechslungsreiches Programm mit vielen inspirierenden wie auch tiefgründigen Punkten – beispielsweise die Diskussion mit Oberinnen und Bischöfen „Was glaubsch eigentlich?“ Jede/ jeder kann die passenden Programmpunkte für sich rauspicken – z.B. aus den über dreissig Workshops. Übernachtet wird in Gastfamilien. In den Tickets ist auch die Verpflegung während der Tage inbegriffen (Abendessen am Freitag; VP am Samstag, Frühstück und Mittagessen am Sonntag).
Das Treffen ist Vielen bereits bekannt. Neu ist die Beteiligung der RKK (Kantonalkirche Basel-Stadt): Sie fördert in diesem Jahr versuchsweise die Bildung einer Basler Gruppe sowie Teilnahme und Fahrt mit bis zu 50%! (Das Angebot gilt für Personen mit Hauptwohnsitz im Kanton Basel-Stadt; jene aus umliegenden Gemeinden können sich für die gemeinsame An- und Abreise ab/ nach Basel SBB gerne bei mir melden.)
Wie funktioniert’s?

  1. Du meldest Dich ganz normal online an (www.weltjugendtag.ch).
  2. Du begleichst die Teilnahmegebühr selbst.
  3. Anfang Juni treten wir mit dir in Kontakt, buchen die Fahrkarten für die Anreise in der Gruppe (und erstatten dir einen allfälligen Differenzbetrag zu deinen Gunsten bei Reisebeginn).

Beispiel 1: Du bist in Ausbildung. Du meldest dich vor dem 01.06. für drei Tage an (Teilnahmegebühr Fr. 60). Du hast ein Halbtax (hin und zurück: Fr. 34). Gesamt Fr. 94, d.h. wir bezahlen dein Ticket und erstatten dir bei der Reise Fr. 13 in bar.
Beispiel 2: Du bist bereits berufstätig. Du meldest dich nach dem 01.06. für drei Tage an (Teilnahmegebühr Fr. 75 inkl. Kost & Logis). Du hast kein Halbtax (hin und zurück: Fr. 68). Gesamt: Fr. 143, d.h. wir kaufen dein Ticket und erstatten dir bei der Reise Fr. 3,50 in bar. (In den Beispielrechnungen sind günstigere Fahrkosten infolge des Gruppentarifs noch nicht gerecht.)
Weitere Infos gibt’s in den Flyern (liegen in den Pfarrkirchen Basels aus), unter www.weltjugendtag.ch, bei der Basler Goes-Gruppe (Lea Schlienger) oder mir. Die Anmeldung erfolgt direkt online. Bis zum 01. Juni kann sich jede/ jeder einen Frühbucherrabatt sichern.
Also, am besten gleich anmelden & geniessen…

Pascal Bamert