Die Ausstellung kommt nach Basel: 
  «Wer ist der Mann auf dem Tuch?»

 

Die von dem Deutschen Malteserorden konzipierte Ausstellung «Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche» wird im Herbst erstmals in der Schweiz gezeigt. Sie beschäftigt sich mit dem Turiner Grabtuch, den damit zusammenhängenden, häufig gestellten Fragen und bemüht sich intensiv um Antworten.

Tatsächlich handelt es sich um ein Tuch, auf welchem Spuren eines gekreuzigten Mannes zu erkennen sind. Die Ausstellung widmet sich sowohl dem Aspekt des Wissens und als auch des Glaubens, ist offen für Erkenntnis wie Besinnung. Papst Benedikt sprach bei seinem Besuch in Turin von der Ikone des Geheimnisses des Karsamstags. «Es stimme in allem mit dem überein, was die Evangelien von Jesus berichten […]» (Benedikt XVI., 2.5.2010)

Zur Ausstellung gehören eine originalgrosse Kopie des Turiner Grabtuches als auch eine dem Abdruck des Tuches entsprechende Figur. Die Ausstellung liefert Texte der Heiligen Schrift zu Leiden und Kreuzigung Jesu Christi. Mit Stelen und Exponaten verschafft sie der Besucherin und dem Besucher ebenso einen Überblick über die wissenschaftlichen Untersuchungen und historischen Forschungen über den Abdruck des Mannes. «Dieses von den Wunden entstellte Antlitz vermittelt einen tiefen Frieden. Sein Blick sucht nicht unsere Augen, sondern unser Herz […]» (Papst Franziskus, 11. April auf Twitter).

Wenn Sie mehr wissen möchten, freuen wir uns ab dem 11. Oktober über Ihren Besuch in der Ausstellung und bei einem der Vorträge und Einkehrzeiten des Rahmenprogramms (Infos folgen).

Malteser/Pascal Bamert


 

Ich bin beschäftgt, mich auszuruhen ...

 

Ferien - anders

 

«Wir beide haben die Schweiz gerne und bleiben im Sommer eigentlich immer hier. Dieses Jahr versuchen wir uns eine Woche beim Wandern», erzählte mir ein junges Paar. Wenn es beim Small Talk zum Thema Ferien kommt, scheint die Euphorie im Allgemeinen jedoch aktuell etwas verhaltener als sonst. «Ins Ausland? Sicher nicht! Ich fahre sonst nicht so oft weg, und in diesem Jahr ist es mir einfach zu unsicher.»

Die Urlaubspläne sind mitunter oft vage. Manchmal erst ein Gedanke: «Ich habe im Betrieb noch Ferien zugute. Noch warte ich jedoch zu.» «Im August nehme ich mal eine Woche.» Unsicherheit ist ein Schlagwort: Ferienorte in Europa werden zwar wieder zugänglich. Lokale Infektionsherde, zahlreiche und sehr unterschiedliche Auflagen zum eigenen Schutz schrecken jedoch ab. Und bei weiter entfernten Destinationen werden die Transportmöglichkeiten erst langsam absehbar. Und auch dann ist der Ticketkauf nicht der erste Gedanke, wie mir ein Familienvater erzählte: «Normalerweise fliegen wir in die Heimat. Jetzt gibts zwar bald wieder Flüge. Doch (dort) gibt es derzeit sehr viele Ansteckungen. Diesen Sommer bleiben wir hier.»

Rund vierzig Prozent der in den zu St. Anton gehörigen Vierteln wohnenden Bevölkerung stammen aus dem Ausland (vgl. Statisti-sches Amt). Und wir Katholikinnen und Katholiken sind gar noch internationaler. Das heisst aber auch: Während bei uns die Fallzahlen derzeit tief sind und viele im Zuge der Lockerungen aufatmen können, steigen die Neuansteckungen in anderen Weltregionen. Hier haben wir zwar eine Verschnaufpause. Die Anspannung nimmt mit Blick auf die Lieben in aller Herren Länder allerdings eher zu. Wo die Gebete weniger für Verwandte und Freunde sind, kreisen die eigenen Gedanken bei all den Meldungen zu den wirtschaftlichen Aussichten oftmals um die finanzielle Zukunft.

Aber inmitten der zahlreichen Unsicherheiten gibt es auch Lichtblicke und Überraschendes. Mich beeindruckte die Solidarität einer Familie, die ihr Kind zur Taufe brachte: Gerne wären sie mit Familie und Freunden zusammengesessen. Den schönen Moment wollten sie nicht untergehen lassen, so haben sie ihn verschenkt: Sie luden die einzelnen Gäste mit einem Konsumationsgutschein für den Tag ihrer Wahl ins entsprechende Restaurant ein. «Ihr seid das Licht der Welt» (Mt 5,14).

Manchmal lässt sich auch mit der Einstellung vieles erreichen – so berichtete mir ein junger Mann: «Wir fah-ren nicht weg. So nutze ich die Gelegenheit, beim Training etwas von der verpassten Zeit aufzuholen.» Andere er-zählten mir, dass sie die Ferien zur körperlichen Erholung und gleichzeitig zur geistlichen Erneuerung nutzen wollen: Einen Einkehrtag von zuhause aus, eine Woche ins Kloster, Freunde aus der Exerzitiengruppe treffen ...

Was auch immer Sie diesen Sommer vorhaben:

Möge Gott mit Ihnen sein. Und auch wir sind weiter für Sie da.

Pascal Bamert